Mindful Dezember 2025
- Denise John

- 1. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit
In dem Monat voller Einkaufslisten, ToDo´s und Feiertagsstress können wir alle eine extra Portion Achtsamkeit gebrauchen. Der Dezember bringt das Jahr zum Abschluss und hat neben dem ganzen Trubel viele Momente der Stille zu bieten. Er schenkt uns Licht in dunklen Stunden und überall liegt der Duft von Zimt und Tannengrün in der Luft.

Was bringt der DEZEMBER mit sich?
Der letzte Monat des Jahres steht ganz im Zeichen von Rückblick und Vorfreude.
Nun ist die perfekte Zeit gekommen, um noch einmal auf das Jahr 2025 zurückzublicken, Altes loszulassen, das dich nicht mehr trägt und dich gleichzeit auf all das Kommende auszurichten.
Kerzenschein bringt Licht in die langen, dunklen Abende und das Bedürfnis nach Geborgenheit wächst. Nutze die langen Abende bewusst für kleine Rituale, die dein Nervensystem entspannen. Oft reichen einfach schon 10 Minuten Stille oder Mini-Auszeiten, in denen du dich auf deine Sinne fokussiert, um dich zu erden.
Am 10. DEZEMBER feiern wir den Tag der Menschenrechte, der uns an Humanität, Frieden und ein respektvolles Miteinander erinnern soll. Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, es jedoch leider so oft nicht sind. Umso wichtiger ist es, dass wir uns dafür einsetzen und uns gegenseitig dazu aufrufen, menschlich zu sein.
Ein weiterer ganz besonderer Tag erwartet uns am 21. DEZEMBER. An diesem magischen Tag erleben wir die Rückkehr des Lichtes und die nun immer länger werdenden Tage zur Wintersonnenwende. Der Tag ist perfekt geeignet für Rituale zum Loslassen und zum Manifestieren deiner kleinen und großen Wünsche, Ideen und Vorstellungen für das neue Jahr.
Dein Achtsamkeits-GUIDE

Verbringe einen Abend nur bei Kerzenschein
Die früh einsetzende Dunkelheit legt sich wie eine weiche Decke über den Tag. Die perfekte Zeit also um sich selbst auch unter eine warme Decke zu kuscheln und einen Abend lang nichts leuchten zu lassen außer Kerzen.
Kerzenlicht wirkt nachweislich beruhigend, da die flackernden Flammen den Parasympathikus (unseren "Ruhenerv") aktivieren. Dieser warme Lichterschein imitiert natürliche rhythmische Muster, die unser Gehirn als wohltuend einstuft und fördert außerdem die Ausschüttung von Melatonin, was den Schlaf positiv beeinflussen kann.
Wähle dir also einen Abend aus, an dem du keine Verpflichtungen hast. Lösche jede künstliche Beleuchtung in deiner Umgebung und zünde ein paar Kerzen an. Setz dich mit einer weichen Decke auf deinen Lieblingsplatz und gönn dir den Luxus wirklich nichts tun zu müssen.
Sitze einfach in Stille und beobachte das Spiel der Flammen. Diese bewusste Einfachheit ist Balsam für die Seele.
ToDo!: Bitte achte immer gut auf dich und lösche die Kerzen, sobald du merkst, dass du müde wirst oder wenn du den Raum verlässt.

Backe achtsam Plätzchen
Das Plätzchenbacken gehört ja wohl zu diesem Monat wie die Karottennase zum Schneemann. Es ist eine Tradition, die uns spielerisch mit unseren Kindheitserinnerungen und wohliger Vorfreude verbindet.
Achtsames Backen ist tatsächlich ein kleiner wissenschaftlicher Geheimtipp. Denn Studien zeigen, dass monotone, handwerkliche Tätigkeiten wie Kneten, Ausrollen oder Ausstechen den Stresslevel senken, weil sie unser Gehirn in einen Flow-Zustand versetzen.
Der Duft von Zimt kann die Stimmung heben, Vanille wirkt beruhigend und Zitrusaromen regen das Konzentrationszentrum an. Backen ist also eine kleine Aroma-Therapie mit einem köstlichen Ergebnis.
Suche dir dein Lieblingsplätzchen-Rezept aus deiner Sammlung heraus oder wähle ein neues Rezept, dass dich besonders anspricht. Packe jegliche Ablenkung beiseite und konzentriere dich voll und ganz auf die Sinneseindrücke. Spüre die Konsistenz des Teiges, lausche dem Geräusch des Rührens und beobachte, wie sich der Geruch im Raum ausbreitet. Achte auf jeden Schritt, als wäre es eigenes Ritual. Am Ende hast du nicht nur für einen Moment der Entspannung gesorgt, sondern auch noch ein richtig leckeres Ergebnis.

Handarbeit als mentale Pause
In der heutigen Zeit werden wir von übermäßigen Reizen überflutet und der DEZEMBER setzt dem ganzen gerne noch die Krone auf. Überall blinkt es, an jeder Ecke gibt es eine Werbung, die dich zweifeln lässt, ob du auch wirklich schon genug Geschenke für alle hast und die Märkte sind der Hotspot der Reizüberflutung. Da braucht der Kopf zwischendurch auch unbedingt mal eine Pause.
Handarbeiten wie Stricken, Nähen oder Häkeln aktivieren in deinem Gehirn ähnliche Regionen wie eine Meditation. Die wiederkehrenden Bewegungen senken nachweislich deinen Stresspegel und fördern die Ausschüttung von Serotonin. Und nicht nur das, ganz nebenbei förderst du auch noch deine Konzentration, Feinmotorik und steigerst dein Wohlbefinden.
Wähle dir ein kleines Projekt, das dich nicht überfordert. Setze dich an einen gemütlichen Platz und lass deine Hände arbeiten, während dein Kopf zur Ruhe kommen darf. Es muss nichts perfekt oder schick werden. Achte nur bewusst auf das Material zwischen deinen Fingern und auf die gleichmäßigen Bewegungen. Je weniger Druck du dir machst, desto angenehmer wird die Pause.
Mein Tipp: Und wer weiß? Vielleicht kommt am Ende sogar ein kleines Geschenk dabei heraus, wofür du dir nicht stundenlang den Kopf zerbrechen und das Internet durchsuchen musstest.
MONATS-SPECIAL: Das Wunder der Rauhnächte

Deine Mini-Rauhnachtsbegleitung
Die Rauhnächte sind eine besondere Zeit zwischen den Jahren. Man sagt, dass in diesen Nächten die Grenzen zwischen dem, was war und dem, was kommt, ein wenig durchlässiger werden.
Jede Nacht steht sinnbildlich für einen Monat des kommenden Jahres.
Viele Menschen nutzen diese Zeit, um Altes bewusst zu verabschieden, Klarheit zu gewinnen, neue Intentionen zu setzen und mit einem ruhigen Herzen in das Neue zu starten.
Diese Zeit lädt dich dazu ein, innerlich aufzuräumen. Lausche achtsam in dich hinein und nimm bewusst deine Umgebung und Geschehnisse wahr. Besondere Erlebnisse oder Träume können dir Hinweise für dein kommendes Jahr 2026 geben.
Hier gebe ich dir einen kleinen Einblick in die Rauhnächte und Mini-Rituale, die dich durch diese magische Übergangszeit begleiten dürfen:
Erste Rauhnacht, 24./25.12.2025 - Januar 2026
Rückblick und Dankbarkeit: Reflektiere über dein 2025. Schreibe dir auf für welche Erlebnisse, Erfahrungen und Momente du dankbar bist und was dir dieses Jahr geschenkt hat.
Zweite Rauhnacht, 25./26.12.2025 - Februar 2026
Lösen und Loslassen: Notiere dir all die Dinge, die du nicht mit ins neue Jahr tragen möchtest und verabschiede sie symbolisch (vielleicht bei einem kleinen Feuerritual).
Dritte Rauhnacht, 26./27.12.2025 - März 2026
Herz öffnen und Werte finden: Zünde dir eine Kerze an und fragen dich selbst, was sich dein Herz wünscht und welche Qualitäten dich im neuen Jahr begleiten dürfen.
Vierte Rauhnacht, 27./28.12.2025 - April 2026
Frei werden und Richtungswechsel: Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft bringt Ruhe und Ordnung in deinen Geist, um zu überlegen, in welchen Bereichen deines Lebens du einen Richtungswechsel brauchst.
Fünfte Rauhnacht, 28./29.12.2025 - Mai 2026
Komfortzone verlassen und Selbstfürsorge: Bei einer warmen Tasse Tee oder einem wohltuenden Bad stelle dir einmal die Fragen, für welche Wegbegleiter du in deinem Leben besonders dankbar bist und wo Enttäuschungen geschehen und Vergebungen noch offen sind.
Sechste Rauhnacht, 29./30.12.2025 - Juni 2026
Vergebung und Selbstliebe: Begleiche offene Rechnungen, vergib, was es zu vergeben gibt und sieh am Ende des Tages in den Spiegel. Sieh dir ganz genau in die Augen und sprich aus, was du verdienst und wer du im neuen Jahr sein möchtest. Sei liebevoll zu dir, denn du verdienst nur das Beste.
Siebte Rauhnacht, 30./31.12.2025 - Juli 2026
Ordnung und Vorbereitung auf das Neue: Beseitige Chaos, räume dein Zuhause auf und öffne für einen Augenblick alle Fenster und Türen. Das alte Jahr verabschiedet sich und darf nun ausziehen.
Achte Rauhnacht, 31.12.2025/01.01.2026 - August 2026
Das Leben feiern und groß wünschen: Notiere dir 3 Herzenswünsche, die sich im neuen Jahr erfüllen dürfen. Öffne am 01.01. erneut kurz alle Fenster und Türen, damit das neue Jahr mit frischer Klarheit einziehen kann.
Neunte Rauhnacht, 01./02.01.2025 - September 2026
Technikfreie Insel und Visionen: Verbringe eine Stunde des Tages ohne Handy oder Bildschirm, genieße die Stille und stelle dir bildlich dein neues Jahr vor. Was darf sich verändern, was wirst du erleben, welche Ziele erreichst du?
Zehnte Rauhnacht, 02./03.01.2025 - Oktober 2026
Inspiration: Notiere dir Menschen, die du bewunderst und wofür du sie bewunderst. Lass dich durch diese wundervollen Qualitäten inspirieren.
Elfte Rauhnacht, 03./04.01.2025 - November 2026
Visualisiere dein 2026: Nimm nun deine Visionen und Inspirationen und bringe sie zu Papier. Erstelle dir eine Collage mit all deinen Vorhaben und Wünschen. Dein 2026 in Bildern oder schreibe deinem Zukunfts-Ich einen Brief.
Zwölfte Rauhnacht, 04./05.01.2025 - Dezember 2026
Annehmen und Zusammenfassen: Reflektiere über die letzten zwölf Tage und fasse diese Zeit in einem Wort zusammen. Dein Leitwort für das neue Jahr.
Entdecke den DEZEMBER einmal ganz neu und schaffe dir Momente, um dich bewusst aus dem Feiertagsstress und der Hektik herauszuholen. Du wirst merken, wie viel Kraft in diesen kleinen Pausen steckt und wie wohltuend es ist, in einer Zeit, in der es oft nur um andere geht, dich selbst ein Stück wichtiger zu nehmen. Ich wünsche dir einen Monat voller Frieden, Licht und freundlicher Gedanken, die dich sanft ins neue Jahr tragen.
Solltest du deine Momente und Übungen auf Instagram teilen, würde ich mich freuen, wenn du mich direkt verlinkst.
Ich bin schon sehr gespannt auf deine DEZEMBER-Momente!





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